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Akademie c/o

 

Im Veranstaltungsformat "Akademie c/o" reflektieren Dozenten verschiedener Bereiche der Kulturwissenschaften zum Metadiskurs von Theorie und Praxis, Erkennen und Handeln.

 

Von einem politischen Erkenntnisinteresse geleitet, will die Reihe theoretische Modelle anbieten und als Grundlage gesellschaftlichen Handelns diskutieren.

 

Als eine Inititative von Architekten will Akademie c/o Raumproduktion nicht als Addition ästhetischer, ökonomischer und konstruktiver Elemente verstanden wissen, sondern als das "Ordnen von sozialen Beziehungen durch Gebautes". Aus dieser Perspektive definiert sich Architektur nicht primär über Mauern, Säulen oder Grundrisse, sondern über die Frage des Gebrauchs, des Nicht-, Warum- und Für-Wen-Bauens.

 

Insoweit eine solche Perspektive Architektur und Raumproduktion psychologisiert, ideologisiert und für politische Zwecke instrumentalisiert, ist genau dies beabsichtigt; nicht weniger als dies unausgesprochen der Fall ist, wenn rein ästhetisch, rein ökonomisch, oder scheinbar rein architektonisch argumentiert wird. Die Modelle und Begriffe, die einen solchen Metadiskurs bestimmen sind dialektisch, sie sind dynamisch, heterogen und interdisziplinär anschlussfähig. Sie sind also nicht eine Wahrheit postulierend, sondern zutiefst nachdenklich und denken den eigenen, immer möglichen Irrtum mit.

 

Akademie c/o hat eingeschriebene Teilnehmer, ist gleichzeitig aber öffentlich, d.h. jeder, der die Veranstaltungen der Akademie c/o besucht, ist in diesem Moment auch Mitglied der Akademie.

 

(Aus der Begrüßung zur ersten Akademieveranstaltung am 16.12.2008 von

Christian Posthofen)

 

 

Nachtrag, August 2010

 

Die Akademie c/o dankt der Temporären Kunsthalle Berlin, dem Café Fiedrich und allen Beteiligten für fast zwei Jahre Zusammenarbeit. Bot der besondere Veranstaltungsort der Temporären Kunsthalle der Seminarreihe vielfach schon fast zu offensichtliche Ansatzpunkte zur Behandlung der "Raumproduktion der Berliner Republik", ist sie mit dem neuen Veranstaltungsort des Neuen Berliner Kunstvereins nicht minder eingebunden in einen - bis in die späten 60er Jahre zurückreichenden - Diskurs zum Verhältnis von “Kunst und Öffentlichkeit”- so der Titel der Ausstellung zum 40-jährigen Bestehen des Vereins in 2009.

 

Akademie c/o ist ein "Ableger" des gleichnamigen Studiengangs am Lehrstuhl für Architektur und Stadtforschung der AdbK Nürnberg.