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Transfer 04 - Manfred Pernice


fiat





 

Abbildungen von oben nach unten:

Jürgen Lehmeier, Rasen; Akademiepreis 2005

Matthias Böhler, FIAT melior ?; Akademiepreis 2005

 

 

 

 

Fiat ist der Markenname des größten italienischen Autoherstellers in Turin, Norditalien. Fiat ist ein Akronym für Fabbrica Italiana Automobili Torino (Italienische Autofabrik von Turin).

(http://de.wikipedia.org/wiki/Fiat)

 

fi·at Etymology: Latin, let it be done, 3rd singular present subjunctive of fieri to become, be done

1 : a command or act of will that creates something without or as if without further effort

2 : an authoritative determination : DICTATE

3 : an authoritative or arbitrary order : DECREE <government by fiat>

(http://www.m-w.com/cgi-bin/dictionary?book=Dictionary&va=fiat)

 

 

Mattè-Trucco, Giacomo (b 1869; d 1934). Italian naval architect and engineer. His fame rests on a single major work, the Fiat car factory (1915–21) at Lingotto, Turin. This huge reinforced concrete structure of 400,000 sq. m was a forerunner of the concrete aesthetic of Pier Luigi Nervi and Riccardo Morandi. The enormously long, five-storey building has two daring helicoidal ramps leading to a banked test track for cars on the roof. The factory’s audacious design made a tremendous impression on foreign as well as Italian observers. Le Corbusier used an illustration of the factory to demonstrate the principles set out in Vers une architecture (Paris, 1923), while Gruppo 7 considered it one of the few industrial buildings in Italy possessing architectural value. Although Matte’ Trucco was never personally involved in the Rationalist movement, the Fiat building figured prominently in the first Esposizione dell’Architettura Razionale in Rome (1928).

(http://www.artnet.de/library/05/0560/T056028.asp?)

 

 

[...]

6. Der Dichter muß sich glühend, glanzvoll und freigebig verschwenden, um die leidenschaftliche Inbrunst der Urelemente zu vermehren.

7. Schönheit gibt es nur noch im Kampf. Ein Werk ohne aggressiven Charakter kann kein Meisterwerk sein. Die Dichtung muß aufgefaßt werden als ein heftiger Angriff auf die unbekannten Kräfte, um sie zu zwingen, sich vor den Menschen zu beugen.

8. Wir stehen auf dem äußersten Vogebirge der Jahrhunderte!... Warum sollten wir zurückblicken, wenn wir die geheimnisvollen Tore des Unmöglichen aufbrechen wollen? Zeit und Raum sind gestern gestorben. Wir leben bereits im Absoluten, denn wir haben schon die ewige, allgegenwärtige Geschwindigkeit erschaffen.

9. Wir wollen den Krieg verherrlichen – diese einzige Hygiene der Welt – den Militarismus, den Patriotismus, die Vernichtungstat der Anarchisten, die schönen Ideen, für die man stirbt, und die Verachtung des Weibes.

10. Wir wollen die Museen, die Bibliotheken und die Akademien jeder Art zerstören und gegen den Moralismus, den Feminismus und jede Feigheit kämpfen, die auf Zweckmäßigkeit und Eigennutz beruht.

11. Wir werden die großen Menschenmengen besingen, die die Arbeit, das Vergnügen oder der Aufruhr erregt; besingen werden wir die vielfarbige, vielstimmige Flut der Revolution in den modernen Hauptstädten; besingen werden wir die nächtliche, vibrierende Glut der Arsenale und Werften, die von grellen elektrischen Monden erleuchtet werden; die gefräßigen Bahnhöfe, die rauchende Schlangen verzehren; die Fabriken, die mit ihren sich hochwindenden Rauchfäden an den Wolken hängen; die Brücken, die wie gigantische Athleten Flüsse überspannen, die in der Sonne wie Messer aufblitzen; die abenteuersuchenden Dampfer, die den Horizont wittern; die breitbrüstigen Lokomotiven, die auf den Schienen wie riesige, mit Rohren gezäumte Stahlrosse einherstampfen und den gleitenden Flug der Flugzeuge, deren Propeller wie eine Fahne im Winde knattert und Beifall zu klatschen scheint wie eine begeisterte Menge....

(Gründungsmanifest des Futurismus, Filippo Tommaso Marinetti,1909)

(http://www.de.wikipedia.org/wiki/Futurismus)

 

 

Bisoziation bezeichnet den kreativen Vorgang der Verknüpfung von Begriffen, Bilder oder Vorstellungen aus unterschiedlichen begrifflichen Bezugsrahmen. Der Begriff wurde von Arthur Koestler in Anlehnung an das Wort "Assoziation" eingeführt (Der Mensch, Irrläufer der Natur, 1978) und gilt heute als ein Grundbegriff in der Kreativitäts- sowie in der Humorforschung. Als kreativer Grundbegriff beschreibt Bisoziation das Durchbrechen geistiger Routinen. Während die Assoziation gedankliche Verknüpfungen auf einer Ebene bezeichnet, geht die Bisoziation darüber hinaus, indem sie Begriffe aus zwei einander üblicherweise nicht zugeordneten Ebenen miteinander verbindet. Diese kreative Verbindung kann zu drei verschiedenen Entdeckungen führen:

1. Witz: Aus dem Zusammentreffen nicht zusammengehörender Dinge kann Komik entstehen.

2. Erkenntnis/ Entdeckung: Das Zusammentreffen zweier bislang nicht zusammen gedachter Elemente kann zu einer überaschenden Einsicht führen.

3. Verstehen: Das Zusammentreffen kann zu einem tieferen Verständnis von Zusammenhängen führen.

In der Humorforschung konzentriert man sich vor allem auf den ersten Aspekt: Humor und Komik entsteht aus dem Zusammenprall unterschiedlicher Ebenen und Welten.

Koestlers Überlegungen haben in der Kreativitätsforschung auch zu unmittelbaren Anwendungsvorschlägen geführt. Bisoziation wird dabei zu einer Methode, die bewusst Begriffe und Dinge miteinander in Verbindung bringt, die nach dem üblichen, routinierten Denken nicht zusammen gehören.

(http://de.wikipedia.org/wiki/Bisoziation)