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Finissage

Das Doppelte Berlin

 

Die Kongresshalle im Tiergarten hat im Stadtbild ein Pendant: die Kongresshalle am Alexanderplatz. Diese Verdoppelung ist symptomatisch für das geteilte Berlin.

 

Zwischen 1945 und 1989 entstanden im Ost- und Westteil der Stadt Staats-, Wohn- und Kulturbauten als notwendige Ergänzung der „eigenen Stadt“ und als Gegenentwurf zur „anderen Seite“ zugleich, in die die politischen Bauherrn ideologische Botschaften einschrieben: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz vs. Freie Volksbühne, Karl-Marx-Allee (Stalinallee) vs. Hansaviertel, Staatsoper vs. Deutsche Oper.

 

Die „Initiative Weltkulturerbe Doppeltes Berlin“ hält diese gespiegelten Berliner Architekturen für einzigartig und startet eine Kampagne zur Nominierung des „Doppelten Berlin“ für die Liste des Unesco-Weltkulturerbes.

Während der Ausstellung "Between Walls and Windows" im Haus der Kulturen der Welt hat die Initiative ein Büro eingerichtet. Dort sammelte sie seit dem 1. September Material zum "doppelten“ architektonisch-kulturellen Erbe Berlins.

 

Die Ergebnisse sind zur Finissage zusammen mit Filmen aus dem Institut für zeitbasierte Medien der UdK zu sehen, die Architektur und Beziehungsweisen des Doppelten de- und rekonstruiert haben. Im Anschluss sprechen die Initiatoren Arno Brandlhuber, Tobias Hönig und Christian Posthofen mit Michael Busch und Heinz Emigholz, Professoren für Experimentelle Filmgestaltung an der UdK.

 

HKW

Initiative Doppeltes Berlin