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Wolfgang Ullrich

Konsumpoesie

 

Für eine wachsende Zahl von Menschen spielen einzelne Produkte eine so große Rolle für ihren Gefühlshaushalt und die Prozesse der Identitätsbildung, dass sie sich nicht mehr damit begnügen, als 'Verbraucher' aufzutreten; vielmehr verleihen sie dem Bedürfnis Ausdruck, über die Bedeutung der Produkte für ihr Leben zu reflektieren. So dokumentieren sie ihr Verhältnis zu Konsumprodukten etwa mit Fotografien, die sie dann im Internet veröffentlichen. Viele diese Fotos lassen sich als 'Konsumpoesie' beschreiben. Deren Stellenwert und Qualität soll vorgestellt und diskutiert werden.

 

 

Wolfgang Ullrich

Geb. 1967 in München.

 

Ab 1986 Studium der Philosophie, Kunstgeschichte, Logik/Wissenschaftstheorie und Germanistik in München. Magister 1991 mit einer Arbeit über Richard Rorty; Dissertation 1994 über das Spätwerk Martin Heideggers (Der Garten der Wildnis, München 1996).

 

Seither freiberuflich tätig als Autor, Dozent, Unternehmensberater; 1997 bis 2003 Assistent am Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Akademie der Bildenden Künste München; seit 2003 Gastprofessuren an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg und an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Seit 2006 Professor für Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.

 

Wissenschaftliche Arbeitsschwerpunkte:

Geschichte und Kritik des Kunstbegriffs; moderne Bildwelten; bildsoziologische Fragen; Wohlstandsphänomene.

 

Arbeitsschwerpunkte als Unternehmensberater:

Image- und Produktgeschichte; Trendforschung; Designberatung. Beratung u. a. von Volkswagen AG, KarstadtQuelle AG, Swarovski, Red Bull, Deutsche Bank Bauspar AG, Verlag für die deutsche Wirtschaft.